Manager Zeugnis
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Fehler im Arbeitszeugnis für
Geschäftsführer, Fach- und Führungskräfte

(von Sabine Gläser, Expertin für die Erstellung von C-Level Arbeitszeugnissen)


Fehler im Arbeitszeugnis für Geschäftsführer, Fach- und Führungskräfte

Es gibt kaum wirklich fehlerfreie Arbeitszeugnisse – es sei denn, sie wurden von einem Spezialisten erstellt. Kleine Mängel sind in der gängigen Praxis zwar hinnehmbar, da der Grundtenor über die Bewertung der Leistung entscheidet.

Generell gilt jedoch: Je höher die Hierarchiestufe im Unternehmen, desto sorgfältiger und aussagekräftiger muss das Arbeitszeugnis sein. Für (leitende) Manager, Projektleiter, Interim Manager oder Geschäftsführer ist ein fehlerfreies und präzises Dokument ein absolutes Muss.

Worauf Sie bei einem C-Level-Zeugnis unbedingt achten sollten:

  • Ausführlicher Umfang: Für Fach- und Führungskräfte liegt die ideale Länge bei ca. Seiten (z. B. Arial 10 oder 11 pt). Je höher die Verantwortung und je länger die Betriebszugehörigkeit, desto umfassender darf das Zeugnis sein – bei Geschäftsführern sind je nach Verantwortungsbereich bis zu 3 Seiten völlig angemessen.
  • Fehlerfreiheit: Das Dokument muss frei von grammatikalischen, orthografischen und syntaktischen Fehlern sein. Erklären Sie zudem alle Abkürzungen, da firmeninterne Kürzungen von externen Lesern oft missverstanden werden.
  • Klare Darstellung des Verantwortungsbereichs: Externe Leser müssen das Aufgabenfeld und die Verantwortungsbreite sofort nachvollziehen können. Nennen Sie die wichtigsten Aufgaben zuerst und sortieren Sie alle weiteren in absteigender Reihenfolge.
  • Homogene Sprache: Achten Sie auf eine einheitliche Darstellungsform – schreiben Sie beispielsweise Daten entweder konsequent aus oder nutzen Sie durchgehend Ziffern.
  • Aktive Formulierungen: Verwenden Sie eine aktive Sprache (z. B. "er realisierte" statt passiv "ihm wurde übertragen"). So verhindern Sie, dass im Zeugnis eine starke Weisungsgebundenheit oder Unselbstständigkeit mitschwingt – ein entscheidender Faktor für Führungskräfte.
  • Fokus auf das Wesentliche: Vermeiden Sie die Erwähnung von Selbstverständlichkeiten oder unwichtigen Attributen (wie Pünktlichkeit oder bei Managern das „selbstständige Arbeiten“).
  • Hohe Individualität: Das Zeugnis sollte maßgeschneidert sein und gezielt auf die besonderen Leistungen und Kompetenzen der Fach- und Führungskraft eingehen.
  • Konsistente Daten: Zwischen dem Ausstellungsdatum und dem offiziellen Ausscheidedatum sollten keine großen zeitlichen Differenzen liegen, da schon mehrwöchige Abweichungen oft auf einen Rechtsstreit hindeuten.
  • Perfekte Schlussformel: Die finale Passage muss drei elementare Bestandteile enthalten: den Dank für die erbrachten Leistungen (oft versteckt sich hier nochmals die Gesamtnote – Abweichungen erzeugen Misstrauen), ein ehrliches Bedauern über das Ausscheiden sowie gute Wünsche für die Zukunft (wobei die beruflichen Wünsche immer zuerst genannt werden sollten).

Gern unterstütze ich Sie bei der Entwicklung von individuellen, aussagestarken Arbeitszeugnissen. Insbesondere in der Gestaltung von C-Level Zeugnissen für Geschäftsführer, Unternehmer und Vorstand kenne ich mich hervorragend aus.








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