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Initiativbewerbung

Unter einer Initiativbewerbung versteht man eine Bewerbung an ein Unternehmen ohne vorherige Stellenausschreibung - halt auf eigene Initiative hin. Man nennt diese Form der Bewerbung auch “Blindbewerbung”.

Viele Bewerber messen einer Initiativbewerbung nur wenig Erfolg bei. Diese Einschätzung ist nach meiner langjährigen Erfahrung grundsätzlich falsch. Unternehmen freuen sich nach wie vor über Bewerber, die Interesse an einer Zusammenarbeit signalisieren. Oft sind ausgesprochen passende Kandidaten unter den ungefragt eingesandten Unterlagen. Falls man keine adäquate Stelle im Unternehmen vakant hat, legt man sich sehr gern diese Bewerbungen “auf Wiedervorlage”. Jede Stellenausschreibung ist sehr teuer. Dazu kommt der große zeitliche Aufwand für die Auswahl der geeigneten Kandidaten aus dem meist umfangreichen Bewerberpool. Das alles kann man sich sparen, wenn man auf anforderungsgerechte Initiativbewerbungen zurückgreifen kann, die im Laufe der letzten Monate eingegangen sind. Aus diesem Grund ist die aktive Nutzung von Initiativbewerbungen sehr gefragt.

Wichtig für den Bewerber ist deshalb:

  • machen Sie sich eine Liste Ihrer Wunschpositionen und der entsprechenden Arbeitgeber, die Sie anschreiben möchten
  • finden Sie die jeweiligen Ansprechpartner für die Entgegennahme der Bewerbung in der Personalabteilung heraus (Anruf beim Empfang)
  • Erstellen Sie eine aussagefähige Bewerbung, inklusive eines vollständigen und informativen Lebenslaufes und eines passenden Anschreibens für Initiativbewerbungen
  • Entwickeln Sie ein übergreifendes Kompetenzprofil, das Ihre Fähigkeiten und Kenntnisse - fachlich und fachübergreifend aufzeigt (ein guter Überblick für den Personalentscheider, der in der Regel sehr positiv aufgenommen wird)
  • achten Sie darauf, dass Ihre Bewerbung keinem Serienvorhaben gleicht und möglichst individuell für jedes Unternehmen angepasst werden kann (und wird)
  • bewerben Sie sich im Abstand von mehreren Wochen vor einem Quartalsende (zu diesem Zeitpunkt kündigen immer noch die meisten Arbeitnehmer, die den Job wechseln möchten - Sie nutzen damit pro-aktiv entstehende Personallücken)
  • bewerben Sie sich nicht in Zeiten, in denen die meisten Personalverantwortlichen im Urlaub sind (also zwischen Feiertagen oder den üblichen Urlaubszeiten)
  • es hat sich vorteilhaft erwiesen, innerhalb einer Initiativbewerbung nur ein passendes Anschreiben mit einem aussagefähigen CV zu senden. Zeugnisse können bei Bedarf nachgereicht werden (wenn Sie eine komplette Bewerbung senden, schadet das aber auch nicht)

Die Vorteile einer Initiativbewerbung liegen in der persönlichen Selbstdarstellung - vollkommen ohne Konkurrenzdruck. Der Ansprechpartner in der Personalabteilung kann sich mehr Zeit für die Bewerbung nehmen. 

Leider stellen wir immer wieder fest, dass auf Bewerbungen kaum noch ein Feedback zurückkommt.  Dies steigert die Frustration für den/die Bewerber:in natürlich oft sehr. Dennoch: Sie haben Ihre Chance genutzt und unter Umständen legt man Ihre Bewerbung auf Wiedervorlage, um im geeigneten Moment auf Sie zukommen zu können.

Mein Rat: Lassen Sie sich nicht unterkriegen und nehmen nichts persönlich! Es ist schwer, insbesondere für Berufsanfänger:innen. Eine vernünftige digitale Bewerbung - einmal ausgearbeitet und im Anschreiben auf jedes Unternehmen angepasst - kann man schnell per Mail zustellen und es kostest nichts (außer einem angekratzten Ego und Nerven). Sie können nur gewinnen. 




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