Manager Zeugnis
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Arbeitszeugnis für Geschäftsführer & Führungskräfte: Die Kunst der präzisen Bewertung 


Wertungen im Arbeitszeugnis für Geschäftsführer, Führungskräfte und (Interim) Manager

Die Beurteilung der Leistung im Top-Management folgt eigenen Gesetzen. Bei einem qualifizierten Arbeitszeugnis für Geschäftsführer, Vorstände und obere Führungskräfte stehen neben Engagement, Fachkompetenz und Arbeitserfolg vor allem das Führungsverhalten und strategische Kernkompetenzen im Fokus.
Insbesondere bei den individuellen Stärken und der Arbeitsweise dürfen berufstypische Kennziffern nicht fehlen. Bei einem Zeugnis für einen Controller achte ich beispielsweise akribisch auf Kriterien wie „sorgfältiges und detailgetreues Agieren“, „Vertrauenswürdigkeit“ und „Integrität“. Für eine Vorstandsassistenz stehen „Verschwiegenheit“ und „Kompetenz im Umgang mit sensiblen Themen“ im Vordergrund, während für Einkaufs- oder Vertriebsverantwortliche die „Verhandlungssicherheit“ matchentscheidend ist.

Key Performance Indikatoren (KPIs) für das Management

Bei allen von mir erstellten Arbeitszeugnissen für die Führungsebene (wie z. B. Bereichsleiter oder C-Level) berücksichtige ich essenzielle Management-KPIs:

  • Umsetzungskraft & Entscheidungsstärke: Schnelles, strategisches Handeln bei Bedarf.
  • Innovations- und Impulsenergie: Entwicklung und gewinnbringende Realisation von Konzepten.
  • Zielorientierung: Definition und konsequente Umsetzung übergeordneter Unternehmensziele.
  • Kommunikations- & Kooperationsmanagement: Effektiver Informationsfluss und starkes Beziehungsmanagement – insbesondere gegenüber allen Stakeholdern.

Achtung vor dem „beredten Schweigen“: Das Fehlen dieser elementaren, berufstypischen Leistungskennziffern sendet negative Signale an zukünftige Arbeitgeber und lässt den Leser sofort aufhorchen.


Die Zeugnissprache: Notenstufen im sprachlichen Ausdruck

In der Praxis weichen viele Personalverantwortliche auf Standard-Floskeln aus. Der Grund: Sie kennen oft die spezielle sprachliche Systematik für das Top-Management nicht. Die feine Differenzierung der einzelnen Notenstufen fällt schwer und wirkt oft unprofessionell.
Im Arbeitszeugnis entscheidet immer der Gesamteindruck – nicht jeder Satz für sich allein. Spitzenleistungen müssen und dürfen auch eine entsprechende Wertschätzung erfahren. Nachfolgend zeige ich Ihnen, wie sich die Notenstufen im hochqualifizierten Segment sprachlich unterscheiden:

Die Bestnote (Note 1 mit Auszeichnung / exzellent)
Mitarbeiter und Führungskräfte, die Außergewöhnliches geleistet haben, werden mit ausdrücklichen Superlativen bewertet:
„Herr Dr. Muster generierte exzellente Arbeitsergebnisse. Wir kennen ihn als Experten im Business Development und in der gezielten Prozessoptimierung mit einem tiefgreifenden Spezialwissen und weitreichenden Erfahrungen innerhalb seines Fachgebietes sowie in der Lösung begleitender Fragestellungen.“

Sehr gut (Note 1)
Eine Nuance darunter, aber immer noch eine Spitzenperformance:
„Herr Dr. Muster generierte stets sehr gute Arbeitsergebnisse. Wir kennen ihn als erfahrenen Fachmann im Business Development und in der gezielten Prozessoptimierung mit einem umfangreichen Spezialwissen innerhalb seines Fachgebietes und in der Lösung begleitender Fragestellungen.“

Gut (Note 2)
Hier wird entweder das Temporaladverb weggelassen (sehr gut = Note 2+) oder das Superlativ angepasst (stets gut = Note 2):
„Herr Dr. Muster generierte jederzeit gute Arbeitsergebnisse. Wir kennen ihn als Fachmann im Business Development und in der gezielten Prozessoptimierung mit breiten Kompetenzen innerhalb seines Fachgebietes und in der Lösung begleitender Fragestellungen.“

Befriedigend (Note 3)

Diese Note kommt im Segment der Geschäftsführer und Vorstände fast nie vor. Sprachlich fehlen hier die Temporaladverbien (wie „stets“ oder „jederzeit“) und die Aussagen werden spürbar gekürzt:
„Herr Dr. Muster generierte gute Arbeitsergebnisse. Wir kennen ihn als kompetenten Ansprechpartner im Business Development und in der Prozessoptimierung – mit einem umfangreichen Fachwissen innerhalb seines Fachgebietes.“

Ausreichend (Note 4)
In meiner beruflichen Laufbahn ist diese Note im leitenden Management noch nie relevant geworden. Sollte sie dennoch nötig sein, kommen spezielle Schlüsselwörter wie „anforderungsgerecht“ oder „zufriedenstellend“ (ohne zeitliche Einschränkung) zum Einsatz:
„Herr Muster zeichnete sich durch zufriedenstellende Arbeitsergebnisse aus. Er bewies in seinem Fachgebiet Kompetenzen, die stets alle Anforderungen an seine Aufgaben abdeckten.“

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